Aufgaben eines Kreditbüros
Die Genehmigung eines Kredites ist in vielen Fällen ein heikles Thema. Die finanzielle Situation des Schuldners ist oft unübersichtlich, seine monatlichen Lebenshaltungskosten können schlecht erfasst werden und auch eventuell vorhandene Sicherheiten müssen beurteilt werden. Grundsätzlich steht eine Bank vor der Entscheidung einen Kreditantrag zu bewilligen, damit aber ein hohes Risiko einzugehen. Auf der anderen Seite bedeutet eine Ablehnung auch einen versäumten Gewinn.
Als Hilfestellung in dieser Frage hat ein Kreditbüro eine große Bedeutung. Es sorgt als Back-Office nicht nur für einen reibungslosen Schriftverkehr, sondern auch für eine Erfassung der Daten des Schuldners. Außerdem spielt es mit Formulierung und Vorbereitung von Verträgen auch eine wichtige Rolle selbst. Ein Kreditbüro erledigt also sämtliche operativen Tätigkeiten für den Finanzdienstleister - nur die Entscheidung für eine Bewilligung nimmt er ihm nicht ab. Im Back-Office vieler großer Banken sitzen im Bereich Bonitätsprüfung eine Reihe Mitarbeiter, die entsprechende Schreiben an die kundschaft formulieren und herausschicken.
Das bekannteste Kreditbüro ist die Schufa. Sie wird von den Banken quasi als externes Back-Office finanziert, um Informationen über den potenziellen Schuldner an das betreffende Kreditinstitut weitergeben zu können. Aus Gründen des Datenschutzes ist deshalb bei jedem Kreditantrag eine Einwilligung des Schuldners erforderlich, die eine Weitergabe der Daten ermöglicht. Ein negativer Schufa-Eintrag bedeutet, dass der Kreditinteressent bereits in der Vergangenheit durch ein Zahlungsversäumnis aufgefallen ist. Das muss nicht unbedingt ein Darlehen sein, auch ein nicht erfüllter Mobilfunkvertrag kann dafür verantwortlich sein. Liegt ein solcher Eintrag vor, werden Kreditanträge in aller Regel abgelehnt.
Der Beitrag wurde am 14. Dezember 2011 von Christian geschrieben