Schokolade und Schinken
Wie Marktforscher jüngst berichteten, wenden sich Schokoladenliebhaber immer außergewöhnlicheren Kombinationen zu: Nachdem die Schokolade in den vergangenen Jahren von Genießern wiederentdeckt wurde, beginnt man jetzt die zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten zu entdecken. Etwa kommen nun Kombinationen von Schokolade und Speck und (oder) Schinken auf den Markt. Und während sich die einen schütteln, läuft den anderen Schokoholikern bereits das Wasser im Mund zusammen. Der Beweis: Der mit Schokolade überzogene Speck, den der US-Schokoladenhersteller Vosges (Chicago) vor kurzem an die vier Geschäfte von Selfridge’s in London lieferte, war innerhalb von 48 Stunden ausverkauft – und das trotz eines stolzen Preises von 5,99 Britischen Pfund (ca. 7,10 Euro). Allein in den USA kamen in den letzten 5 Jahren 53 neue Schokoladenprodukte auf den Markt, bei denen Schokolade mit herzhaften Zutaten kombiniert wurde. Zwei Drittel der Produkte erschienen seit Anfang 2008 und belegen den kuriosen Geschmacks-Trend. Bisher kannten wir Schokoladen und Pralinen, die Gewürze, Aromen und Kräuter enthielten. Das am häufigsten eingesetzte Gewürz ist Vanille. Neben Nüssen, Nusskernen und Ölsamfrüchten sind ebenfalls häufig Früchte und Beeren in Schokolade enthalten. Verfeinert wird die Schokolade häufig mit Alkohol. Besonders bei den Füllungen von Pralinen wird Alkohol gerne verwendet. Liköre, selten aber auch Weine und Champagner kommen hier zum Einsatz. Einige Schokoladen und Pralinen, die in Deutschland erhältlich sind, enthalten Olivenöl, Grappa und Portwein.
Der Trend mit den kuriosen Geschmäckern setzt sich auch in Deutschland so langsam durch. Doch so verrückt wie die Amerikaner scheinen die deutschen Schokoholiker noch nicht zu sein. Das zeigt das Angebot in Supermärkten, auf Fachmessen und bei den hiesigen Chocolatiers. Auch der Pralinenclub hat noch keine außergewöhnlichen Geschmackskollektionen in seinem Sortiment. Neben der alkoholfreien Auslese bietet der Club Kollektionen für Nuss- und Marzipanliebhaber, für Freunde der dunklen oder der fruchtigen Schokolade. Nur in die Monatskollektionen „verirrt“ sich mal eine Praline mit Chilligeschmack oder – und auch das gab es bereits einmal zur Weihnachtszeit - mit Weihrauchgeschmack. Trotz der Möglichkeit ein Abo beim Pralinenclub zu bestellen und trotz des Namen „Club“, ist die Clubmitgliedschaft nicht verpflichtend: Die Mitglieder können jederzeit kündigen und sie sind an keine Clubgebühr oder ähnlichen Clubverpflichtungen gebunden.
Der Beitrag wurde am 29. Januar 2009 von webstyle geschrieben