Vorurteile und Benachteiligungen von Alkoholkranken
Die Alkoholkrankheit ist eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung. Wenn es einem Alkoholiker letztendlich geglückt ist, auch dauerhaft trocken zu bleiben und so seine Erkrankung zu stoppen, so stellt sich ihm oftmals ein neues Problem in den Weg.
Häufig hat ein Alkoholkranker durch seine Sucht die Arbeit verloren. Obwohl er nach der erfolgten Therapie wieder genau so leistungsfähig ist, wie ein gesunder Mensch, so stellen sich ihm doch immer wieder Vorurteile und Ressentiments bei der Arbeitssuche in den Weg.
Das SGB 9 bietet zwar eine berufliche Rehabilitation an, dies ist jedoch oftmals nur ein Lippenbekenntnis und wird teilweise mit völlig ungeeigneten Maßnahmen und nicht auf den einzelnen Betroffenen zugeschnitten angewandt. Auch hier wird drastisch gekürzt und oftmals ist die berufliche Rehabilitation nur auf dem Weg des Widerspruchs, bzw. der Klage zu erreichen. So bleibt letztendlich dem Betroffenen nur noch der Weg ins dauerhafte Harz 4. Hier jedoch ist es sehr schwierig, in dieser Situation auch dauerhaft trocken bleiben zu können. Es ist jedoch nicht unmöglich.
Selbst in dieser Situation sollte es dem Betroffenen nicht egal sein, zu trinken oder abstinent zu leben, denn Hoffnungslosigkeit ist ein schlechter Ratgeber. Vergessen wir nicht, es geht um sein Leben und man muß auch in einer solchen Situation das beste daraus machen.
Tags: Alkohol, Alkoholiker, Alkoholkrank, berufliche Rehabilitation, Vorurteile
Der Beitrag wurde am 24. August 2009 von alkoholkrank-online geschrieben